Vier Engel für Charly
März 2010
"Vier Engel für Charly": Dekanatsjugendkonvent im Kampf für mehr Zivilcourage
Josefstal. Von 12.- 14. März ereignete sich geradezu Unglaubliches im Evangelischen Studienzentrum in Josefstal: Um aktuellen Entwicklungen, wie gewaltsamen Übergriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln entgegen zu wirken, organisierten die unter dem Namen „Vier Engel für Charly“ bekannt gewordenen Superhelden Cat Woman, Captain America, Scheherezade und Superman ein Wochenende, nachdem auch ein normalsterblicher Jugendleiter in einer
Gefahrensituation zum Helden werden kann.
Den eigentlichen Anlass dafür, so erklärte Cat Woman gegenüber der What´s up, bildete der Überfall auf Charly S. (17) durch einen noch unbekannten Bösewicht am 27.2.2010 vor dem Evangelischen Gemeindehaus in Bad Tölz (Zeugenaussagen und sachdienliche Hinweise richten Sie bitte an Chefermittler V. Napiletzki, Tel: 08041/76127348 ). „Die Leute sollten einfach mal was unternehmen und nicht immer nur zuschauen.“, so Cat Woman.
Doch den vier Superhelden war klar, dass ein solches Eingreifen erst nach einem professionellen Coaching den beabsichtigten Erfolg erzielen würde. Also starteten sie in Kooperation mit der Evangelischen Jugend im Dekanat Bad Tölz und der Firma „Capitombolo“, die bereits seit längerem in einer ähnlichen Richtung tätig ist, das Pilotprojekt „Dekanatsjugendkonvent: Zivilcourage – Superhelden gesucht!?!“ Dazu eingeladen waren ehrenamtliche Jugendleiter aus allen Kirchengemeinden des Dekanats, die dieses Angebot auch äußerst zahlreich wahrnahmen.
Nach etlichen Arbeitseinheiten, in denen die Teilnehmer auf abwechslungsreiche Weise mit den Grundlagen des (Zivilcourage-)Superhelden-Daseins vertraut gemacht wurden, konnte das Projekt schließlich als voller Erfolg verbucht werden. „Ich weiß jetzt, was ich in einer konkreten Situation tun muss. Das gibt mir Sicherheit. Ab jetzt, werde ich immer eingreifen können, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen.“, so die Jugendleiterin Anna-Lena S. (19).
Es bleibt abschließend zu erwähnen, dass die eigentlichen Initiatoren des Projekts an diesem Wochenende lieber inkognito blieben. So schlüpften die Superhelden in die Rolle der Mitglieder des Leitenden Kreises, um ein unnötiges Aufgebot an Journalisten und Fernsehteams zu vermeiden, wobei die What`s up, als einzige deutsche Zeitung, das Exklusivberichterstattungsrecht für dieses Event erhielt.
Nur einmal, so das Gerücht in Josefstal, hätten mehrere Jugendleiter zwei der Superhelden wahrhaftig zu Gesicht bekommen: Sie behaupten, Superman und Cat Woman wären auf nahezu magische Weise im Holzhaus erschienen, um dort Kaffee und Kuchen zu servieren. Die What`s up-Redaktion allerdings ist sich einig, dass das definitiv zu unglaublich klingt, um mehr als ein Gerücht zu sein...
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