Schluss mit der Flickschusterei

Juni 2011

Schluss mit der Flickschusterei: Evangelische Jugend und BDKJ
kritisieren jüngste Änderungen beim G8-Abitur und fordern Schulreform

In einer Pressemeldung veröffentlicht das Amt für evangelische Jugendarbeit die Position des Geschäftsführenden Ausschusses der Landesjugendkammer der Evang. Jugend in Bayern und des Landesvorstands des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) in Bayern: "Was der Kultusminister als notwendige 'Feinsteuerung' öffentlich verteidigt, kann nur als Bankrotterklärung der G8-Reform gewertet werden."

Hintergrund ist die vor kurzem erfolgte Anweisung von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, dass die Schülerinnen und Schüler - entgegen der ursprünglichen Regelung - nicht mehr die Mindestleistung von fünf Punkten in zwei der drei kernfächer Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache nachweisen müssen. Das Abitur könne auch dann als bestanden gelten, wenn die Abiturienten nur in einem dieser drei Fächer fünf und in einem zweiten mindestens vier Punkte erzielt haben.

Die JugendvertreterInnen sind überzeugt: "Der Versuch, die Abituranforderungen herab zu setzen, um das Bildungsdesaster zu kaschieren, hilft jetzt den Abiturienten, ist aber langfristig der falsche Weg." Die Jugendverbände fordern eine grundlegende und ernsthafte Schulreform.

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