Evang. Jugend akzeptiert REGIO

Jesus würde mit dem REGIO bezahlen!?

Kennt Ihr die „WWJD“-Bewegung? Die Abkürzung steht für „What would Jesus do?“ und kommt aus der freikirchlichen Jugendbewegung. Was würde Jesus tun, wenn er jetzt an meiner Stelle wäre? Das ist die Frage, die Jugendlichen anempfohlen wird, wenn es darum geht, persönliche Verhaltensentscheidungen zu treffen. In den Kreisen, in denen diese Bewegung entstanden ist, läuft das dann oft auf die Empfehlung heraus, die Antwort gezielt in bestimmten Bibelstellen zu suchen. Damit kommt die WWJD-Bewegung schnell an ihre Grenzen und läuft in Gefahr, sich zu einseitig an der Schrift zu orientieren.

Trotzdem bleibt die Frage „What would Jesus do?“ eine interessante und durchaus lohnenswert zu stellenden, wenn wir sie im Sinne der Zielsetzung evangelischer REGIO - Wir nehmenJugendarbeit verstehen, die die Lebenswelt Jugendlicher mit dem Evangelium in Verbindung bringen möchte – und das in Gemeinschaft und Auseinandersetzung mit ihnen.

Die Macher des REGIO sehen in ihrer Idee konkrete Parallelen zur jüdischen und christlichen Überlieferung (in der hebräischen Bibel z.B. Zinsverbot, vgl. 2. Mose 22,24 oder im Neuen Testament, z.B. Lukas 6,34-36) und argumentieren unter anderem auch damit. So steht an dieser Stelle bei Lukas:


REGIO-Fünfer

„Und wenn ihr denen leiht, von denen ihr etwas zu bekommen hofft, welchen Dank habt ihr davon? Auch die Sünder leihen den Sündern, damit sie das Gleiche bekommen. Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“

So kommen sie zu dem Schluss: Jesus würde heute vermutlich mit dem REGIO bezahlen, wo er es könnte und es ihm sinnvoll erschiene.

Der REGIO - ein "humanes" Zahlungsmittel

Geld als Tauschmittel gibt es seit Jahrtausenden. Sein überragender Vorzug:
Es erleichtert das Handeln und Wirtschaften. Doch Geld ist so wichtig und mächtig geworden, dass es seine eigenen Gesetze entwickelt hat. Es drängt immer dorthin, wo es die größte Rendite gibt. Es rast online um die ganze Welt auf der Suche nach Profit. Und so fehlt es dort, wo es dringend gebraucht wird: Zum Beispiel in der heimischen Region; für Investitionen, die Arbeitsplätze schaffen; für kulturelle Projekte, die Lebensqualität bedeuten; für Wohlstand und Kaufkraft im Dienste möglichst vieler Menschen. Die weltweite Bankenkrise zeigt uns gerade, was es für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft bedeutet, wenn Geld - von seinem eigentlichen Gegenwert entfremdet - zum reinen Spekulationsobjekt wird.


Region-Zehner
Auf Anregung von Rolf Merten, dem Geschäftsführer der „Inselhaus Kinder- und Jugendhilfe“ in Eurasburg hat sich die Dekanatsjugendkammer 2008 in zwei Sitzungen ausführlich mit dem REGIO beschäftigt und sich davon überzeugen lassen, dass die Zeit reif für den REGIO als sinnvolle Ergänzung zum Euro ist. Denn der REGIO rückt den Menschen wieder in den Mittelpunkt der Geldwirtschaft. Deshalb akzeptiert die Evang. Jugend im Dekanat Bad Tölz ab sofort den REGIO als Zahlungsmittel für ihre Angebote der Aus- und Fortbildung und Freizeiten.

 Wie der REGIO funktioniert, ist eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen, aber hier aus Platzgründen doch nicht so ganz einfach darzustellen. Wir empfehlen Euch dazu die Internetseite www.der-regio.de, wo Ihr Euch im Menü unter „Handhabung“ ganz genau informieren könnt, wie das System funktioniert.

Und wir sind gespannt, wann die ersten von Euch mit REGIOs zahlen.

Volker Napiletzki

Regio-Zwanziger