Es ist ganz einfach:

Libi ist der beste Ort der Erde!

Als Kinder haben wir vier Jahre lang jeden Sommer darauf hingefiebert, bis uns endlich das Schiff „Seehausen“ am Staffelsee abgeholt hat. Es war immer eine unvergessliche Zeit! Die Halbinsel steht für ein Lebensgefühl und ist mit nichts vergleichbar. Als uns diesen Winter gesagt wurde, dass wir im Sommer auf Lindenbichl leiten dürfen, ist ein inzwischen sechs Jahre alter Traum wahr geworden.

Umso schlimmer war es, als klar wurde, dass Libi ausfällt. Jetzt hat man plötzlich keine Treffen der evangelischen Jugend (EJ) mehr. Kein Rounder (Das Inselspiel), kein Morgentreff, kein Schnitzeltag, kein Gesang an der Essensausgabe, keine Nachtwache, kein unendlicher Sternenhimmel, kein Bichlkreuz, keine Feldbetten, keine geschmolzene Schokolade, keine Insel und keine Inselstimmung diesen Sommer. Und nicht mal mehr Konfi-Unterricht. Dabei wird einem erst klar wie viel die EJ eigentlich bedeutet!

Aber was soll man tun? Aufgeben ist keine Option, also versuchen wir uns anderweitig zu beschäftigen.

Wer hätte gedacht, so viel Spaß am Spazierengehen zu finden. Aber neben den eingeschränkten Möglichkeiten des Internets kann man seine Freunde so zumindest auf Abstand sehen. Zudem ist die Zeit zuhause normalerweise eher knapp, aber wenn man nicht zur EJ oder anderen Freizeitaktivitäten gehen kann, dann bleibt man halt daheim und verbringt mehr Zeit mit der Familie oder im Garten.

Man näht Masken oder repariert mal wieder den 3D-Drucker. Und weil es schließlich nicht viel mehr zu tun gibt, versuchen wir wenigstens dabei Spaß zu haben. Gute Laune darf zum Glück immer noch andere Menschen anstecken, genau wie die Hoffnung auf ein Libi 2021. Und bis dahin singen wir weiter vom Bichlkönig. Irgendwann heißt es wieder Morgentreff, das ist sicher!

Fanny Sergel und Hanno Reents
– beide wären das erste Mal im LIBI-Leitungsteam der Kirchengemeinde Miesbach dabei gewesen –

 

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