Stadtralley und Wanderung

Stadtralley und Wanderung

21. Mai 2016

Entwicklung einer Stadterkundung in Jerusalem

Heute haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Aufgrund der gesundheitlichen Situation vieler von uns entschieden wir uns gegen die gemeinsame Wanderung im Wadi Kelt und letzten Endes brachen nur Charly und Laura gemeinsam mit Paul dorthin auf.

Der Rest der Gruppe blieb am Vormittag in Abrahams Herberge und beschäftigte sich mit thematischen Planungseinheiten, die man mit zukünftigen Jugendgruppen durchführen kann. In Orientierung an den relevanten Bibelstellen entwarfen wir eine Stadtralley durch Jerusalem der Via Dolorosa, dem Leidensweg Jesu von der Verurteilung bis zum Kreuz. Danach brachen wir nach Jerusalem auf, um die Route zu testen und zusätzliche Informationen zu sammeln. Dabei beschäftigten wir uns vor Ort noch einmal intensiv mit den einzelnen Stationen. Danach stiegen Michi und Annette todesmutig auf den Turm der Erlöserkirche damit wir endlich unser lang ersehntes Bannerfoto machen konnten.

 
In der Zwischenzeit im Wadi Kelt:
 
Nach einer recht kurvigen und holprigen Fahrt mit dem Sammeltaxi wurden wir gefühlt mitten im Nirgendwo rausgelassen. Von dort aus versuchten wir unseren Wanderweg zu finden. Nach ca. 1,5 Stunden entlang einer asphaltierten Straße wurde uns bewusst, dass wir einen anderen Weg eingeschlagen hatten als ursprünglich geplant. Statt direkt vor dem St. George Monastery zu stehen, konnten wir dieses nur aus der gegenüberliegenden Ferne erblicken.

Doch zum Glück ist selbst im Holy Land zu jeder Zeit stets ein Amerikaner zur Auskunft bereit. Und schon waren wir wieder auf dem rechten Weg. Durch ein Tor, auf dem uns einige Esel als Transportmittel angeboten wurden (die wir jedoch nicht kauften), gelangten wir  auf direktem Weg zum märchenhaft aussehenden Kloster. Kurz vor unserem Ziel legten wir jedoch eine kurze Mittagspause ein und schlossen Bekanntschaft mit einem freundlichen Beduinen + Esel. Mit Charlys Hilfe entfachte er ein kleines Feuer auf dem er uns einen frischen Tee kochte. Frisch gestärkt ging es zuerst doch noch auf Erkundungstour im Wadi und wir kletterten im ausgetrockneten Flussbett umher. Beeindruckend war, dass es immer wieder grüne Flächen in den wüstenartigen Bergen gab. Aufgrund der großen Hitze – gefühlte drölfunvörzig Grad – versuchten wir immer wieder schattige Plätzchen zu finden. Als am Horizont schließlich die grüne Oase Jericho zu sehen war, war das Ziel nur eine Stunde entfernt. Es war auf jeden Fall ein wunderbares Erlebnis, die Vielfalt der Natur bewundern zu können.

Doch leider ist uns bewusst geworden, dass aufgrund der Hitze eine solche Wanderung im August im Rahmen einer Jugendbegegnung nicht möglich ist.
 
Natascha, Charly und Laura

 
 

live, laugh, love, party, plan

live, laugh, love, party, plan

20. Mai 2016

Besuch in Ramallah

Leider startete unser Tag damit, dass wir Tascha und Volker in der Herberge zurück lassen mussten, da beide sich nicht gut gefühlt hatten. Wir machten uns nun zu sechst auf den Weg nach Ramallah, um zunächst die Konrad Adenauer Stiftung zu besuchen. Dort angekommen, erzählten wir in einem gut einstündigen Gespräch erst von unserer Partnerschaft und unseren Plänen und erhielten von unseren Gesprächspartnern Klarheit und Bestärkung für unser Tun. Sie erwähnten ebenfalls, dass unsere Partnerschaft etwas sehr Besonderes ist, da es nicht viele Partnerschaften nur mit Palästinensern gibt. Sie haben uns ebenfalls den Tipp gegeben, die bilaterale Begegnung zu vertiefen und weiter auszubauen und nicht eine trilaterale Partnerschaft anzustreben.


Danach trafen wir uns mit Imad Haddad, dem Pfarrer der Church of Hope in Ramallah, um gemeinsam zu essen und uns auszutauschen. In seiner Gemeinde angekommen, hatten wir ein sehr intensives und emotionales Gespräch über die Lage in Ramallah und im gesamten Land. Auch wenn die Möglichkeiten und Perspektiven für die Jugendlichen und Erwachsenen immer eingeschränkter werden, sollte man laut Imad Haddad trotzdem nach dem Motto: „Live, laugh, love, party and plan“ leben.


Hier sahen wir den Augenblick, um ihm von unseren Plänen für das Reformationsjubiläum 2017 zu erzählen und ihm unsere Gedanken näher zu bringen. Unser sehr bewegendes Gespräch endete mit dem Satz: „A history of Partnership“, als wir ihm einen Kalender mit Bildern über die vergangenen Besuche überreichten.


Nachdem wir uns von ihm verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg zurück. Mit Imads Worten im Kopf sahen wir vom Bus aus den weiter fortgeschrittenen Mauerbau und wurden uns dem Ernst der Lage noch mehr bewusst.

Annette

 
 

Erinnerung und Name

Erinnerung und Name

19. Mai 2016

Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem

Nach dem Frühstück trafen wir uns mit Ashraf in Bethlehem, um mit ihm gemeinsam den Checkpoint zu durchqueren und mit dem Bus nach Jerusalem zu fahren. Die Durchquerung des Checkpoints war wieder eine beklemmende Erfahrung.

In Jerusalem angekommen, machten wir uns direkt auf den Weg zur Erlöserkirche. Dort trafen wir Pfarrer Ibrahim Azar, den wir als Barhum kennen. Mit ihm und Ashraf beprachen die Zukunft unserer Partnerschaft mit besonderen Augenmerk auf das kommende Jahr. Zum 500-jährigen Reformationsjubiläum organisiert die ejb ein internationales Jugendcamp an dem auch wir mit den Palästinensern teilnehmen wollen. Ein angenehmer Zufall war, dass sich der Gesandte im Vertretungsbüro der Bundesrepublik Deutschland aus Ramallah kurz zu uns gesetzt hat und von unserer Partnerschaft erfahren hat. Das fruchtbare Gespräch mit Ashraf und Barhum ließen wir mit einem gemeinsamen Mittagessen im sonnigen Innenhof der Erlöserkirche ausklingen.

Zum ersten Mal benutzten wir die Tram in Jerusalem und fuhren zum Har Herzl, da wir in Yad Vashem eine Führung gebucht hatten, der zentralen Holocaust-Gedenkstätte in Israel. Der Name Yad Vashem leitet sich aus der Bibel ab. Er bedeutet „Erinnerung und Name“ und steht für die ewige Zusage Gottes an das jüdische Volk, dass sie nie in Vergessenheit geraten werden. Die Führung durch die Ausstellung war sehr eindrucksvoll und bewegend und hat uns zum Nachdenken angeregt. Dies wurde unter anderem durch das beeindruckend durchdachte architektonische Konzept unterstützt.

Auf dem Weg zur Tram und zurück in die Herberge hing jeder seinen eigenen Gedanken und Eindrücken des Nachmittags nach…

Lucas

Auf den Spuren des friedlichen Widerstands

Auf den Spuren des friedlichen Widerstands

18. Mai 2016

Das Ringen ums palästinensische Grün

Heute trafen wir „unseren“ Guide Noor in Bethlehem, um mit ihm Battir (engl. House of Birds) und die umliegenden Täler zu erkunden. Nach einer kurzen Fahrt begannen wir unsere Wanderung, in der uns Noor erklärte, dass wir uns ohne jegliche Sicherheitskontrollen auf israelisches Gebiet begeben können. Von der Landschaft beeindruckt, erreichten wir Battir, ein Dorf mit ca. 6.000 Einwohnern und einer sehr interessanten Geschichte: Schon Mustafa Hassan versuchte 1948 mit friedlichem Widerstand zu verhindern, dass Battir unter israelische Besatzung fällt. Dies führte dazu, dass noch bis heute die Einwohner von Battir ihre Felder bewirtschaften können, auch wenn diese auf israelischem Gebiet liegen.

Nach einem kurzen Halt am Brunnen im Zentrum Battirs, um unsere Wasserflaschen aufzufüllen, starteten wir unseren Hike ins Paradise of Palestine: Umgeben von Olivenbäumen, sämtlichen Vogelarten, violetten Jasminblumen und dem Echo des Muezzins entdeckten wir Palästina auf eine komplett andere Weise: Unweit vom hektischen Alltag in den Städten und der ständigen Anspannung befindet sich eine unberührte und fasziniernde Natur, welche uns sehr beeindruckt und gleichzeitig entspannt hat.

Nachdem wir an dem gefühlt schönsten Ort House Jasmin die traditionelle Küche Palästinas auskosten durften, machen wir uns mit Noor auf den Weg zum Kloster Cremisan in Beit Jala, wo wir leider mal wieder vor verschlossenen Türen standen. Auf dem Rückweg sahen wir, dass die Israelis den Mauerbau im Tal erneut fortsetzen. Noor erklärte uns, dass das, was wir heute erkundeten, bereits in ein paar Jahren durch die Mauer getrennt und zerstört sein wird.

Zurück in der Herberge ruhten wir uns ein wenig aus, um die Wanderung und die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Nach einem gemeinsamen Abendessen mit Paul setzten wir uns erneut zusammen, um das morgige Treffen mit Ashraf und Barhum für die 2017-Begegnung zu besprechen.

Laura & Annette

Unser erster Tag in Palästina

Unser erster Tag in Palästina

17. Mai 2016

Wiedersehen mit Jugendpfarrer Ashraf Tannous

Nach einem weiteren halben Tag mit viel Organisation und Planung haben wir mittags endlich wieder unseren alten Partner/Freund (!) Ashraf Tannous getroffen. Bei Falafeln, Shawarma und Softdrinks wurde sich intensiv ausgetauscht über die spannende kommende Woche, die Partnerschaft und die Situation im Land.

 

Dabei redeten wir auch über die Messerattacken, die in jüngster Vergangenheit stattfanden und die grausam und traurig sind.  Es wurde auch deutlich, dass die Gefahr, dass sich palästinensische Jugendliche radikalisieren, unter den gegebenen Umständen sehr hoch ist.
 

Von Ashraf haben wir erfahren, dass sich die jugendlichen Kirchenmitglieder distanzieren und in der Gewalt keine Lösung sehen.


Danach  hat uns ein kleiner Abstecher nach Bethlehem aber auch wieder die lebendige und offene Seite der Palästinenser erleben lassen, in der wir uns mittlerweile schon so wohl fühlen und die wir zwischen Geburtskirche und Marktgewühl in vollen Zügen genießen konnten.
Am Abend wurde wieder reflektiert und unser Plan für die Woche weiter perfektioniert.

Anna-Lena

Salam und Shalom

Salam und Shalom

16. Mai 2016

Auch in diesem Jahr hat sich eine Gruppe von acht frischen, kreativen und motivierten Leuten auf den Weg nach Palästina gemacht. Die kommende Woche werden wir nutzen, um einerseits die bestehende Partnerschaft zu stärken und das kommende Reformationsjubiläum zu planen. Andererseits werden wir neue mögliche  Programmpunkte ausprobieren. Wie bereits in den letzten Jahren könnt ihr hier lesen, was wir so machen. Viel Spaß!
 
Nach einer viel zu kurzen Nacht trafen sich Volker, Michaela, Anna-Lena, Laura, Charly, Annette und Lucas am Münchner Flughafen, um sich auf den Weg zu  machen. Nach einer intensiven Befragung beim Zwischenstopp in Wien konnten wir uns dann tatsächlich auf die Reise nach Jerusalem machen.

Am Flughafen angekommen, konnten wir dann endlich Tascha in die Arme schließen. Vollbepackt und gut gelaunt ging es diesmal mit dem Zug nach Jerusalem. Auf der Fahrt dorthin konnten wir miterleben, wie sich eine Gruppe sich untereinander unbekannter fremder Juden traf, um gemeinsam zwischen den Zugabteilen zu beten. Ein solch selbstverständliches Ausbrechen aus dem Alltag zu beobachten war für uns sehr interessant und berührend. Zusammen mit der schönen und abwechslungsreichen Landschaft hatten wir einen guten Einstieg in die bevorstehenden Tage.

Von Jerusalem aus wollten wir die letzte Etappe mit öffentlichen Bussen antreten. Doch leider kam auch nach 1,5 Stunden kein Bus, der uns unserem Ziel näher bringen konnte. Dank unserem Freund Ashraf und weiterer Wartezeit haben wir es dann doch endlich in unsere Unterkunft in Beit Jala geschafft. Gestärkt und dennoch müde wurden erste organisatorische Planungen gemacht. Ein sehr interessantes Gespräch mit dem britischen Pfarrer Paul, der auch in Abrahams Herberge untergebracht ist, war ein wunderbarer Ausklang des ersten Tages.

Wir freuen uns auf die kommende Zeit und sind gespannt, was uns erwartet.

Charly & Annette

Time to sing goodbye

Time to sing goodbye

18. August 2015

Leaving Palestine on a Jet plane

All our bags are packed
We´re ready to go
We´re standing here in Palestine
We hate to leave you and to say goodbye
But the dawn is breakin´
It´s early morn
The bus is waiting
It´s blowin´ his horn
Already we are missing you
we could cry

So hug us and smile with us
Tell us that we´ll meet again
And that we will see each other soon
Cause we´re leavin´ on a jetplane
We know that we´ll be back again
Oh friends, we hate to go

Now the time has come to leave you
One more time
But not for good
We close our eyes
And we´ll pray for you
Dream about the peace to come
The time when the walls will be gone
About the days – when the love has won

So hug us and smile with us
Tell us that we´ll meet again
And that we will see each other soon
Cause we´re leavin´on a jetplane
We know that we´ll be back again
Oh friends, we hate to go…

Glory in the last hours

Glory in the last hours

17. August 2015

Today it was the last real day in Palestine, so we went shopping in Bethlehem.
After we had arrived there we split into little groups to walk through the market
on our own. At the ICB we had our lunch – one more time some delicious Falafel. After that we split again into two groups. While one group went back to Talihta, the other continued shopping and spent their last Schekel. At 4 pm we had our final feedback round and thought about things to change or to continue for the next youthmeetings. Afterwards we had some time to prepare for the final party.

In the evening we had a small service and then we had a Barbeque with over 40 people. After we had finished we danced to loud music. Some people showed a really funny dance and everyone had fun by cheering them. Finally we sang some songs and closed the day.

We can’t believe that this was the last day here in Palestine.

Simon & Christopher

Ghost town with the EAPPI

Ghost town with the EAPPI

16. August 2015

We started the day leaving the host families‘ houses, then at 9:00 am the whole group joined the service at the Lutheran Church of the Redeemer in Jerusalem. After the service we went to „Temple Mount“ in the old city of Jerusalem. Afterwards we headed to the Western Wall.
At noon we caught up with the whole group and went to pick some „Falafel“ which are delicious Palestinian sandwiches. We took a bus to head to Hebron. Then we headed to the „Martyrs Street“ where three members from the „EAPPI“ (Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel) were waiting for us to pass and introduce to us the area called „Ghost Town“. We had to pass a checkpoint before getting to the street, which was really hard because it took us some time to get security checked by the soldiers.

Our Palestinian friends were also strictly checked at the checkpoint by the Israeli soldiers.
It was a big difference between before the checkpoint and after it. Before we were at a very crowded place where many people were talking and selling their goods at the market place in the city. The moment we were through the security check everything was quiet except one palestinian man who came out of his house saying „Welcome To The Apartheid“ which really touched us as a group because we felt that the man is living in seperation from his country and his people. We tried to pass the whole street but our fellow Palestinian friends were forbidden to continue walking the street. A soldier stopped them because he mentioned that it was an Israeli area and Palestinians are not allowed to visit it. The rest of the group was able to pass through where the members of the „EAPPI“ showed us the street and gave us some information about what happened during the years of massacre and some facts about the country. At the end of the street we were able to get back to the Palestinian zone where we met our Palestinian friends at the „Abraham’s Mosque“. There we were shown the whole Mosque and were told some facts about the life of Abraham which is an important character in muslim religion as well.

After that we had some spare time to spend in the great city of Hebron where we went shopping and met really nice people who greeted us with great welcome. Afterwards we headed back to the bus which took us back to Talitha Kumi in Beit Jala.  

Yousef & Johnny & Fritz

Coming home to Jerusalem

Coming home to Jerusalem

15. August 2015

After breakfast we took the public buses, then we walked to the checkpoint along the wall in Bethlehem which was full of street art. After we passed successfully we took another bus to Jerusalem, where we first visited the historical city and the market there. Then we walked the Via Dolorosa and visited some churches, e.g. the Church of the Redeemer and the Church of the Holy Sepulchre. After enjoying the wonderful sight from the tower of the Church of the Redeemer we had some free time to spend in the market together with our Palestinian friends.
 
A bit exhausted but still quite happy we split up to spend the night in the Palestinian families. Some of us were lucky to be part of an 80th birthday where we were fed to the rim with delicious food and had fun watching old pictures of the celebrated grandma Jihan. Others enjoyed getting to know the culture of this country and spent time with their new friends.

Satisfied by all the great food and the new experiences we all went to bed happily.

Jaiki, Hanna & Olli